Aufgrund des Datenlecks bei T-Mobile, bei dem sämtliche
Kundendaten von T-Mobile über das Internet abrufbar waren, ist der T-Mobile-Chef Philipp Humm von seinem Amt als
Sprecher der Geschäftsführung des Telekom-Konzerns zurückgetreten.
Mehr u.a. bei futureZone, heise.de und Spiegel Online.
Artikel mit Tag datenleck
Donnerstag, 6. November 2008
Ganz kurz: T-Mobile Deutschlandchef tritt zurück
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Ganz kurz: Telekom besetzt Datenschutz-Vorstandsposten
Die Telekom hat den Vorstandsposten für Datenschutz nach einigem Hin- und Her doch besetzt. Gewählt wurde Manfred
Bald, der als Wunschkandidat von Telekom-Chef Rene Obermann galt, auf der ersten Sitzung überraschend aber nicht
gewählt wurde.
Via CTRL-Blog.
Via CTRL-Blog.
Noch keine Kommentare
| Keine Trackbacks
Tags für diesen Artikel: bespitzelung, ctrl-blog, datenleck, datenschutz, datenverlust, ganz kurz, kundendaten, manfred balz, telekom, überwachung
Samstag, 18. Oktober 2008
Unser heutiges Datenleck: Anzeigenkunden bei Springer-Tochter
Futurezone und heise.de berichten über eine Vorabmeldung des Spiegels. Anscheinend waren ab dem 1. September mehrere
Wochen lang alle Daten von Anzeigenkunden des WBV Wochenblattverlags im Internet einsehbar. Name, Adresse, Telefonnummer
und dass die Bankverbindung auch davon betroffen ist muss man mittlerweile ja fast schon als traurigen "Standard"
bezeichnen.
Besonders heikel für die Betroffenen: auch von anonymen (Chiffre-) Anzeigen aus der Rubrik "Heiraten und Bekanntschaften" waren alle Daten per einfacher Google-Anzeige auffindbar. Offenbar handelt es sich in der Mehrzahl um Anzeigenkunden aus dem Berliner und Hamburger Raum.
Die Lücke soll Ende September behoben worden sein, bis vor kurzem waren die Daten aber noch über den Google Cache abrufbar, sollen aber mittlerweile auch dort gelöscht sein. Futurezone spricht von bis zu 18.000 Datensätzen, zitiert aber auch den WBV-Geschäftsführer Peter Prawdzik, der nur von einigen tausend Betroffenen spricht. Die Differenz entstehe durch mehrfach erfasste Dauerkunden. Die Hamburger Datenschutzaufsicht soll "kurz nach" dem Hinweis auf das Leck informiert worden sein. Das Schreiben, an die Datenaufsicht, aus dem der Spiegel zitiert, stammt offenbar vom 8. Oktober, somit ist "kurz nach" (mindestens) eine Woche.
Wer also demnächst von Kollegen unvermittelt gefragt wird, ob denn die Suche nach einer Frau oder einer "Bekanntschaft für erotische Gespräche" erfolgreich gewesen sei, darf sich nicht zu sehr wundern und die WBV verfluchen...
Besonders heikel für die Betroffenen: auch von anonymen (Chiffre-) Anzeigen aus der Rubrik "Heiraten und Bekanntschaften" waren alle Daten per einfacher Google-Anzeige auffindbar. Offenbar handelt es sich in der Mehrzahl um Anzeigenkunden aus dem Berliner und Hamburger Raum.
Die Lücke soll Ende September behoben worden sein, bis vor kurzem waren die Daten aber noch über den Google Cache abrufbar, sollen aber mittlerweile auch dort gelöscht sein. Futurezone spricht von bis zu 18.000 Datensätzen, zitiert aber auch den WBV-Geschäftsführer Peter Prawdzik, der nur von einigen tausend Betroffenen spricht. Die Differenz entstehe durch mehrfach erfasste Dauerkunden. Die Hamburger Datenschutzaufsicht soll "kurz nach" dem Hinweis auf das Leck informiert worden sein. Das Schreiben, an die Datenaufsicht, aus dem der Spiegel zitiert, stammt offenbar vom 8. Oktober, somit ist "kurz nach" (mindestens) eine Woche.
Wer also demnächst von Kollegen unvermittelt gefragt wird, ob denn die Suche nach einer Frau oder einer "Bekanntschaft für erotische Gespräche" erfolgreich gewesen sei, darf sich nicht zu sehr wundern und die WBV verfluchen...
Noch keine Kommentare
| Keine Trackbacks
Tags für diesen Artikel: chriffre, datenleck, datenschutz, datenverlust, kleinanzeigen, kundendaten, springer, wbv
Samstag, 11. Oktober 2008
Ein Super-GAU jagt den nächsten bei der Telekom...
Bei jedem neuen Datenschutzskandal der Telekom denkt man, dass jetzt irgendwann doch mal Schluss sein muss - aber es
gibt jede Woche etwas Neues.
Heise.de und golem.de berichten über eine Vorabmeldung des Spiegels. Dem Magazin zufolge soll es bis zum 9. Oktober möglich gewesen sein, über das Internet nur mit einigen Benutzerangaben und einem Passwort auf alle T-Mobile-Kundendaten zuzugreifen und diese zu ändern. Ja, alle Kundendaten, inkl. Bankdaten. Selbst eine SIM-Sperre war möglich, genauso wie eine Tarifänderung oder das Anlegen/Ändern von Einzugsermächtigungen.
Die Meldung klingt so frappierend nach der schon Anfang Oktober bekannt gewordenen Lücke, dass ich zuerst dachte, hier würde kalter Kaffee wieder aufgewärmt. Aber Pustekuchen, es handelt sich um eine neue Lücke - die dafür diesmal "nur" die T-Mobile-Kunden - hierbei handelt es sich ja auch "nur" um 37 Millionen (laut Wikipedia).
Anscheinend haben sich Spiegel-Redakteure in die Datenbank einloggen können und Daten ändern können. Die Telekom sagt, sie hätte die Lücke innerhalb von 24 Stunden geschlossen und auf ein PIN/TAN-Verfahren umgestellt, bei der Kunde die TAN per SMS auf sein Handy zugesandt bekommt.
Aber mal ein Blick hinter die PR-Angaben: es gab bis 2007 genau so ein Leck bei den Telekom-Kundendaten. Auch hier waren die Kundendaten über das Internet einsehbar, durch Passwort und Benutzerkennung geschützt. Im August 2007 ist nach Angaben der Telekom diese Lücke dann geschlossen worden. Und dann? Bei der Telekom kommt niemand auf die Idee, dass ein ähnliches System bei T-Mobile genauso unsicher ist? Oder wurde das System geändert und es handelte sich bei der Lücke schon um eine "sicherere" Variante? Ich bin mir nicht sicher, was schlimmer ist...
Da wundert es auch nicht, dass T-Mobiles neue Sicherheitsoffensive mit Einrichtung eines Vorstandsposten für Datenschutz eher skeptisch aufgenommen wird. Die Telekom hat dabei auch angekündigt, ab nächster Woche bei neuen Datenpannen die Kunden umgehend zu informieren. Damit hat man sich für dieses Mal noch aus der Affäre gezogen, wohl um dem Spiegel die Exklusivmeldung zu überlassen.
Warten wir ab, was als nächstes passiert. Wetten werden entgegen genommen...
Heise.de und golem.de berichten über eine Vorabmeldung des Spiegels. Dem Magazin zufolge soll es bis zum 9. Oktober möglich gewesen sein, über das Internet nur mit einigen Benutzerangaben und einem Passwort auf alle T-Mobile-Kundendaten zuzugreifen und diese zu ändern. Ja, alle Kundendaten, inkl. Bankdaten. Selbst eine SIM-Sperre war möglich, genauso wie eine Tarifänderung oder das Anlegen/Ändern von Einzugsermächtigungen.
Die Meldung klingt so frappierend nach der schon Anfang Oktober bekannt gewordenen Lücke, dass ich zuerst dachte, hier würde kalter Kaffee wieder aufgewärmt. Aber Pustekuchen, es handelt sich um eine neue Lücke - die dafür diesmal "nur" die T-Mobile-Kunden - hierbei handelt es sich ja auch "nur" um 37 Millionen (laut Wikipedia).
Anscheinend haben sich Spiegel-Redakteure in die Datenbank einloggen können und Daten ändern können. Die Telekom sagt, sie hätte die Lücke innerhalb von 24 Stunden geschlossen und auf ein PIN/TAN-Verfahren umgestellt, bei der Kunde die TAN per SMS auf sein Handy zugesandt bekommt.
Aber mal ein Blick hinter die PR-Angaben: es gab bis 2007 genau so ein Leck bei den Telekom-Kundendaten. Auch hier waren die Kundendaten über das Internet einsehbar, durch Passwort und Benutzerkennung geschützt. Im August 2007 ist nach Angaben der Telekom diese Lücke dann geschlossen worden. Und dann? Bei der Telekom kommt niemand auf die Idee, dass ein ähnliches System bei T-Mobile genauso unsicher ist? Oder wurde das System geändert und es handelte sich bei der Lücke schon um eine "sicherere" Variante? Ich bin mir nicht sicher, was schlimmer ist...
Da wundert es auch nicht, dass T-Mobiles neue Sicherheitsoffensive mit Einrichtung eines Vorstandsposten für Datenschutz eher skeptisch aufgenommen wird. Die Telekom hat dabei auch angekündigt, ab nächster Woche bei neuen Datenpannen die Kunden umgehend zu informieren. Damit hat man sich für dieses Mal noch aus der Affäre gezogen, wohl um dem Spiegel die Exklusivmeldung zu überlassen.
Warten wir ab, was als nächstes passiert. Wetten werden entgegen genommen...



Kommentare
Do, 04.09.2008 08:06
Das Thema Datenschutz scheint doch nicht so unbeachtet zu se in, wie man manchmal hört. Die Zahl der Anfragen, die [...]
Do, 04.09.2008 08:06