Mittlerweile ist es fast schon bedauerlicher Alltag: in Großbritannien ist zum wiederholten Mal ein Datenträger
verloren gegangen. Auf einem öffentlichen Parkplatz fand sich ein USB-Stick mit Zugangsdaten und Quellcode einer
Regierungsseite, auf der z.B. Steuererklärungen und Kindergeldanträge eingestellt werden können. Die Seite wurde
vorerst geschlossen.
Mehr bei Spiegel
Online und heise.de.
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armee cd datenschutz datenverlust ebay festplatte ganz kurz geheimdienst kamera ripa usa usb-stick überwachungMontag, 3. November 2008
Ganz kurz: Hoppla, da fehlt mal wieder ein USB-Stick
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Ganz kurz: Neverending Story in Großbritannien...
Futurezone hat am Montag
gemeldet, dass wieder einmal ein Datenträger in Großbritannien verschwunden ist. Wieder einmal eine Festplatte,
offensichtlich mit den Daten von 1,7 Millionen Armeeangehörigen und Bewerbern. Es sei "unwahrscheinlich", dass die
Daten verschlüsselt seien - warum auch, die britische Armee war ja in den letzten Wochen auch schon wegen Datenverlusts
in den Schlagzeilen (siehe z.B. hier)...
Dienstag, 30. September 2008
Und täglich grüßt das Murmeltier: Datenpanne in Großbritannien
In unserer Reihe Datenpannen in Großbritannien präsentieren wir heute: die Geheimdienstkamera bei ebay.
Ein 28jähriger hat auf ebay eine Digitalkamera ersteigert, teuer war sie auch nicht, umgerechnet 21 Euro. Er freut sich und nimmt die Kamera mit in den Urlaub. Wieder zu Hause lut er die Bilder auf den PC und entdeckte zwischen den Urlaubsfotos unter anderem Bilder von Raketenabschussrampen, Al-Quaida-Verdächtigen (inkl. Namen und Fingerabdrücken) - vermutlich Bilder des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Er wurde stutzig und ging zur Polizei. Ein paar Tage später statteten ihm dann Geheimdienstbeamte einen Besuch ab und beschlagnahmten die Kamera.
Merke: wer an geheime Daten will, muss einfach nur nach Großbritannien gehen...
Via Spiegel Online und heise.de
Ein 28jähriger hat auf ebay eine Digitalkamera ersteigert, teuer war sie auch nicht, umgerechnet 21 Euro. Er freut sich und nimmt die Kamera mit in den Urlaub. Wieder zu Hause lut er die Bilder auf den PC und entdeckte zwischen den Urlaubsfotos unter anderem Bilder von Raketenabschussrampen, Al-Quaida-Verdächtigen (inkl. Namen und Fingerabdrücken) - vermutlich Bilder des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Er wurde stutzig und ging zur Polizei. Ein paar Tage später statteten ihm dann Geheimdienstbeamte einen Besuch ab und beschlagnahmten die Kamera.
Merke: wer an geheime Daten will, muss einfach nur nach Großbritannien gehen...
Via Spiegel Online und heise.de
Samstag, 27. September 2008
Welch Überraschung: Mal wieder Festplatten mit Daten in Großbritannien abhanden gekommen (Update 29.9.)
Wie futureZone meldet, hat das
britische Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass auf dem Luftwaffenstützpunkt Innsworth drei Festplatten mit
den persönlichen Daten von mehreren tausend Militärangehörigen gestohlen wurden. Die Festplatten wurden im
Hochsicherheitsbereich des Stützpunktes aufbewahrt - sehr viel Sicherheit scheint nicht vorhanden zu sein. Wieviele
Daten genau verschwunden sind, ist noch gar nicht klar, auf dem Stützpunkt werden die Daten von 900.000
Militärangehörigen verwaltet.
Der Vorfall reiht sich ein in eine ganze Reihe von Fällen in Großbritannien in den letzten Monaten. Erst gestern war bekannt geworden, dass eine CD mit 11.000 Daten von britischen Lehrern verschwunden ist.
Update: Spiegel Online und heise.de melden, dass USB-Sticks gestohlen wurden, keine Festplatten.
Der Vorfall reiht sich ein in eine ganze Reihe von Fällen in Großbritannien in den letzten Monaten. Erst gestern war bekannt geworden, dass eine CD mit 11.000 Daten von britischen Lehrern verschwunden ist.
Update: Spiegel Online und heise.de melden, dass USB-Sticks gestohlen wurden, keine Festplatten.
Freitag, 26. September 2008
Erneuter Datenverlust in Großbritannien (Update)
Laut futureZone ist eine CD mit
tausenden Datensätzen in Großbritannien verloren gegangen. Eine britische Lehrerorganisation meldete den Verlust einer
CD mit 11.000 Datensätzen. Laut der Organisation seien aber keine finanziellen Daten enthalten und die CD sei
verschlüsselt.
Den Lehrern bleibt nur zu wünschen, dass sie gut verschlüsselt wurde...
Update: heise.de meldet noch ein paar Details zu dem Verlust. So wurde die CD mit Daten wohl per Kurier versandt, kam aber nie am Bestimmungsort an. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs war sie auch nicht mehr aufzufinden.
Den Lehrern bleibt nur zu wünschen, dass sie gut verschlüsselt wurde...
Update: heise.de meldet noch ein paar Details zu dem Verlust. So wurde die CD mit Daten wohl per Kurier versandt, kam aber nie am Bestimmungsort an. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs war sie auch nicht mehr aufzufinden.
Mittwoch, 24. September 2008
Blick ins Ausland: Terrorabwehr gegen Kleinstdelikte und Datenbanken für alles
"Eine ewige Erfahrung lehrt, dass jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu missbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt."
(Charles de Montesquieu, Vom Geist der Gesetze)
Vor ein paar Tagen haben sowohl Spiegel Online als auch Zeit Online den Missbrauch der Anti-Terror-Gesetze in Großbritannien berichtet.
Der Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA) gab den Behörden das Recht Emails mitzulesen, Telefon- und Internetverbindungen zu überwachen, Kontoauszüge einzusehen, Videoüberwachung durchzuführen oder die Herausgabe von Passwörtern zu verlangen. Im Jahr 2003 wurden der Kreis der berechtigten Behörden drastisch ausgeweitet. Seitdem können auch Gemeinden, Schulbehörden oder Arbeitsämter Überwachungen durchführen und Informationen einsehen, nur die Telefonüberwachung bleibt den Sicherheitsbehörden vorbehalten. Ein belegter Verdacht muss nicht vorliegen, es reicht ein (anonymer) Hinweis.
Dieses Recht wird offensichtlich auch ausgiebig genutzt, zu jedem denkbaren nichtigen Anlass. Der Daily Telegraph meldete im April, dass jeden Monat 1000 neue Ausspionierungsaktionen durch die Gemeinden gestartet werden. Was alles dafür Anlass bietet, ist mehr als bizarr. So wurde eine komplette Familie in Poole mit allen Mitteln der Technik überwacht, nur weil der Verdacht besteht, sie hätten ihr Kind im falschen Schulbezirk angemeldet. Später stellte sich heraus, dass sie aus dem Schulbezirk verzogen waren und ihre Kinder mit Billigung des Direktors in der Schule belassen hatte. Allein dieses Beispiel zeigt, wie sorglos mit den Möglichkeiten der Überwachung in Großbritannien umgegangen wird, durch eine kurze Nachfrage hätte der Sachverhalt aus der Welt geschafft werden können. Leider handelt es sich hier aber um keinen Einzelfall, in Derby wurden Videokameras aufgestellt, nachdem sich Anwohner über spielende Kinder beschwert hatten.
Noch ein paar Beispiele aus dem Artikel von Spiegel Online:
• In Easington begann die Stadt, den Garten eines Anwohners zu überwachen, weil sich seine Nachbarn über Lärm beschwert hatten.
• In Newcastle überwachte die Stadtverwaltung die Praxis eines Tierarztes, weil Nachbarn über bellende Hunde klagten.
• In Durham holte die Stadt die Genehmigung ein, Privatpersonen zu überwachen, die Dinge auf dem Flohmarkt verkauften, um Warenfälschern auf die Spur zu kommen.
• Die Stadtverwaltung von Westminster (London) überwachte einen Schlosser, weil er des Betrugs bezichtigt worden war.
• Der Torbay City Council las die E-Mails eines Angestellten mit, weil er beschuldigt wurde, "verdächtiges Material" verschickt zu haben. Einem zweiten Angestellten wurde hinterherspioniert, weil er angeblich einen Wagen der Stadtverwaltung für Privatzwecke genutzt hatte.
• In Canterbury wurde ein Ermittler auf Privatpersonen angesetzt, die im Verdacht standen, illegal mit Pizza zu handeln.
Selbst der Polizei wird die Überwachung mittlerweile zuviel. Die ständige Überwachung würde die eigenen Ermittlungen gefährden, die Regierung solle die Befugnisse doch wieder einschränken, kommen Stimmen aus der Polizei. Bürgerrechtsgruppen in Großbritannien vergleichen die Verhältnisse mittlerweile mit China oder der deutschen Stasi.
Während es der Überwachung in den USA auch genug gibt, hat ein weiterer Spiegel Online-Artikel sich den allumfassenden Datenbanken in den Vereinigten Staaten gewidmet. In den Public Record Databases finden sich z.B. Vorstafen, Verkehrsvergehen oder einfach Daten, die normalerweise geschützt sind wie z.B. Wohnorte von Prominenten. Entweder ganz kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr lässt sich alles herausfinden. Verwechslungen wegen Namensgleichheit sind natürlich immer möglich. Dagegen wirkt rottenneighbor.com fast harmlos - trotzdem kein Grund die Seite gut zu finden...



Kommentare
Do, 04.09.2008 08:06
Das Thema Datenschutz scheint doch nicht so unbeachtet zu se in, wie man manchmal hört. Die Zahl der Anfragen, die [...]
Do, 04.09.2008 08:06