Besonders heikel für die Betroffenen: auch von anonymen (Chiffre-) Anzeigen aus der Rubrik "Heiraten und Bekanntschaften" waren alle Daten per einfacher Google-Anzeige auffindbar. Offenbar handelt es sich in der Mehrzahl um Anzeigenkunden aus dem Berliner und Hamburger Raum.
Die Lücke soll Ende September behoben worden sein, bis vor kurzem waren die Daten aber noch über den Google Cache abrufbar, sollen aber mittlerweile auch dort gelöscht sein. Futurezone spricht von bis zu 18.000 Datensätzen, zitiert aber auch den WBV-Geschäftsführer Peter Prawdzik, der nur von einigen tausend Betroffenen spricht. Die Differenz entstehe durch mehrfach erfasste Dauerkunden. Die Hamburger Datenschutzaufsicht soll "kurz nach" dem Hinweis auf das Leck informiert worden sein. Das Schreiben, an die Datenaufsicht, aus dem der Spiegel zitiert, stammt offenbar vom 8. Oktober, somit ist "kurz nach" (mindestens) eine Woche.
Wer also demnächst von Kollegen unvermittelt gefragt wird, ob denn die Suche nach einer Frau oder einer "Bekanntschaft für erotische Gespräche" erfolgreich gewesen sei, darf sich nicht zu sehr wundern und die WBV verfluchen...



Kommentare
Do, 04.09.2008 08:06
Das Thema Datenschutz scheint doch nicht so unbeachtet zu se in, wie man manchmal hört. Die Zahl der Anfragen, die [...]
Do, 04.09.2008 08:06